Verhängnis
Samstag. Die Sonne brennt, dass die Luft über dem Boden flimmert. Ins überfüllte Freibad habe ich keine Lust, zum Baggersee ist es schon zu spät. Nächstliegender Ort mir die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen ist der nahegelegene Nordpark. Mit dem Rad keine 3 Minuten von meiner Wohnungstür entfernt. Dort angekommen suche ich mir ein sonniges Plätzchen aus und lege mich auf die Decke. Nach einer Weile blicke ich mal umher, wer sonst noch die Sonnenstrahlen genießt. Mein Blick wandert über die Schulter, keine 100 Meter von mir im Rücken entfernt, schwarze Haare, dunkler Teint, ein atemberaubender Körper im Bikini und alleine: Sie. Kollegin B., die einen wieder ignoriert. Es tut weh, sich nicht mehr dazulegen zu können, sich mit ihr zu unterhalten, sie einzucremen. Ich vermisse ihr „anbucken“, ihre Bisse in meine Schulter. Ich glaube’, die Dame wird mir zum Verhängnis. Mittwoch, auf der Unigallerie, lief sie mir unausweichlich über den Weg. Mit einem leichten Anflug von einem Lächeln grüßte sie mich sogar. Heute, bei der ersten gemeinsamen Besprechung seit meinem Wechsel das gewohnte Bild des „Nichtkennens“. Verstärkt meine "Freude" auf das Firmenfest kommendes Wochenende, mit der steten Bemühung, sich krankhaft aus dem Wege zu gehen.
bateman - Freitag, 24. Juni 2005, 19:26 - (192)
Eines der großen Nachteile am Single-Leben ist, dass ich mir mein 
Autofahren birgt die Tage ein permanentes, latentes Gefahrenpotential. Das Gehirn arbeitet bei diesen sommerlich-heißen Temperaturen ohnehin langsamer, als dies normal der Fall ist. Eine gewisse Trägheit, gepaart mit verminderter Konzentrationsfähigkeit sind die Folge. Gefährlich wird es durch die ständigen Ablenkungen am Straßenrand. Die Zeit, in der die Frauen wieder mit kurzen Röcken, Tops und bauchfrei magisch die Blicke auf sich lenken. Bewußt oder unbewußt. Die geballte Reizüberflutung erhielt ich vorhin in der Uni, als ich mich mit meiner Kollegin zum Essen verabredete (die andere Kollegin). All die Girlies, die sich dort "räkelten". Allein schon aus diesem Grund vermisse ich ein wenig das Uni-Büro. Gut, dass wir ca. 90% der dargebotenen Reize nicht beachten bzw. aufnehmen können. Um dieser verminderten Konzentrationsfähigkeit zu umgehen, hatte ich Montagmittag die Arbeit ruhen lassen und mich ins Freibad verzogen. Ich liebe den Sommer, auch wenn ich eher die Meinung vertrete, dass Licht und Farben depressiv machen.