Mittwoch, 24. August 2005

Stadt der Sünde

Die Zeit der Biergärten ist (leider) (fast) vorbei. Der Herbst kommt spürbar näher, die Abende sind kühler und gegen neun Uhr wird es mittlerweile schon wieder dunkel. Wieder Zeit für Kinoabende. Gestern abend also den mit Spannung erwarteten Film Sin City angeschaut. Um es gleich vorweg zunehmen, ich war positiv überrascht. Mit „Sin City“ kommt nun eine Comic-Verfilmung in die Kinos, die nicht das Geringste mit dem Einerlei
wie Batman oder sonstigen Mist zu tun hat. Der Fim ist düster, dreckig und brutal. Stilistisch wegweisend, kann der Zuschauer kaum unterscheiden, ob es sich teilweise wirklich um reale Darsteller oder Comicfiguren handelt. Zudem merkt man die Handschrift von Quentin Tarantino, der neben Robert Rodriguez und Frank Miller mit Regie führte. Die Handlung unterteilt sich in drei verschiedene, nicht chronologisch erzählte Episoden. Der Film ist ganz in schwarz-weiß. Lediglich bestimmte Elemente, wie Blut, Augen, die Autos sind in Farbe. Und der Film kommt fast ohne Soundtrack aus.

Gespannt war ich inbesondere auf Mickey Rourke. Eine Paraderolle für ihn. Doch konnte ich nicht unterscheiden, ob er vom Maskenbilder für die Rolle des Marv zurecht gemacht wurde, oder es sich wieder um eine missglückte OP handelte. Allein schon die Besetzung mit Jessica Alba, Bruce Willis, Benicio Del Toro, Josh Hartnett, Michael Madsen, Brittany Murphy, Mickey Rourke und Rutger Hauer ist top.

Wer auf Comic-Verfilmungen wie "The Crow" steht, wird begeistert sein.

Sonntag, 21. August 2005

Popemania



Love, Peace and Happyness

Mir fielen schon am Donnerstag die Scharen von jungen Menschen in der City auf. Überall größere Gruppen, die quer durch die Innenstadt Lieder sangen und komische Tänze dabei aufführten. Nach genauem hinhören konnte ich vernehmen, dass es sich um christliche Lieder handelte. Und dann sah ich sie auch, die Transparente, auf denen zum Beispiel geschrieben stand: "Dein Weg über Köln zu Gott!". Also Pilgerer und Vorboten des Weltjugendtags in Köln. Aber gleich soviele und dann noch 200 Kilometer von Köln entfernt. Ein mir ungegreiflicher Hype, der sich seit Papst Bededikt XVI, in unserem Land abspielt. Vergleichbar mit den Beatles, Robbie Williams oder anderen Boybands. Ein für mich nicht nachvollziehbarer Hype. Ist es im Moment hip, Christ zu sein, und wenn ja, wieso?

Der Papst als Popstar. Seit die Bild verkündete "Wir sind Papst", scheint es regelrecht eine Hysterie zu geben. "Popemania". Doch falsch, wir sind nicht Papst. Nein, wir sind nicht einmal alle katholisch. Ich persönlich kann mit der Kirche wenig anfangen. Mit dem katholischen Glauben noch viel weniger. Steht er doch für antiquierte Ansichten. Doch warum bekennen sich plötzlich wieder soviele, insbesondere Jugendliche, an die Kirche und Christentum? Mir bereitet dieser Trend sogar ein wenig Angst. Einerseits bin ich jemand, der dem Thema Sex sehr offen entgegensteht. Sollte sich jedoch der Grundsatz der Sexlosigkeit vor der Ehe wieder als feste Verhaltensregel etablieren, ist das, für was meine Eltern in den 60ern gekämpft haben, wieder passe. Mehr Angst macht mir jedoch, dass der Glaube, insbesondere der religiöse Glaube, der Auslöser für Kriege und Menschenvernichtung sind und waren. Kaum ein Krieg, der nicht auf religiöse Feindbilder aufgebaut und Anlass war. Für micht ist der religiöse Glaube ein gefährliches Relikt.

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