Donnerstag, 5. Oktober 2006

Kopfgeldjäger

In einer anderen Stadt zu weilen, zieht notgedrungen mit sich, sich von Menschen seines Vertrauens zu verabschieden und in der "Fremde" neu zu suchen. Dazu gehören primär zwei Kategorien: a) der Hausarzt und b) der Frisör. Glücklicherweile bin ich kerngesund, so dass ich mich momentan um a) noch nicht kümmern muss. Und als Mann haben wir es zu Punkt b) auch wesentlich einfacher, als die weibliche Spezies. Wir brauchen keine Hair-Boutique oder Hair-Stylisten. Schließlich tragen wir auch keine Frisuren, Metro-Sexuelle einmal ausgenommen, sondern schlicht und einfach 'nen Haarschnitt. Das soll keinewegs bedeuten, dass wir Männer nicht auch ein wenig eitel sind. Nur sollte die Frisur der Haarschnitt schnell beschrieben sein, wenn wir nach unseren Wünschen gefragt werden. Kein hier ein bisschen kürzer, da vielleicht ein paar Strähnchen, dort fransig und oben was-auch-immer. Und in diesem Fall bin auch schnell fündig geworden, mit dem großen Vorteil, nur die Straße überqueren zu müssen, um mir vom Kopfgeldjäger gehörig den Kopf waschen zu lassen, inkl. Haare schneiden. Unkompliziert ohne Ammeldung bzw. Reservierung. Marke ziehen (man lebt schließlich im Osten) und auf den Aufruf warten.

P.S.: Und endlich wieder online!

Samstag, 16. September 2006

Die falsche Ausfahrt

Falsche Ausfahrt "Sie haben ihren Bestimmungsort erreicht", raunt mir die Dame mit der netten Stimme im Auto zu. Bei diesen Worten zucke ich ein wenig zusammen und denke, woher will sie wissen, was mein Bestimmungsort ist. Schließlich weiss ich es selber nicht einmal. Früher, als ich mein Studium begann, hatte ich klare Vorstellungen von meiner Zukunft: Mit 30 Jahren voll im Berufsleben stehen und finanziell gut situiert sein. Jetzt, einige Jahre später und hier in Berlin, weiss ich zumindest, dass ich es mir seinerzeit so nicht vorgestellt habe. Aber wann und wo habe ich die falsche Ausfahrt erwischt? Gedanklich gehe ich nochmals die Strecke vor meinen Augen durch. Mein Studium habe ich nicht unbedingt in kürzester Zeit abgschlossen. Nebenbei habe ich viel gearbeitet, jedoch nicht irgendwelche typischen Studentenjobs wie z.B. kellnern o.ä., sondern thematisch studiumsbegleitend in der Marktforschung. War es vielleicht einfach der falsche Berufseinstieg? Oder das anschließende unsagbare Kapitel in der Firma?
Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, weiss nur, dass ich irgendwann falsch abgebogen und an einem Ort angekommen bin, der nicht meiner ursprünglichen Bestimmung gedacht war.

Dämliches Navigationssystem.

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Zuletzt am: 22. Aug, 20:23
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