Ostwestfälische Beschaulichkeit
Einen Monat - oder genauer vier Wochen - liegen zurück, seit ich in die ostwestfälische Metropole zurückkehrte. Es war nie mein Bestreben, aber wie einige Sachen im Leben ist nicht alles minutiös planbar. 320.000 zu 3,2 Mio. Einwohner sind ein erheblicher und spürbarer Unterschied. Die Anonymität der Großstadt gibt es in Bielefeld nur bedingt. Behält man liebgewonnene Lebensgewohnheiten an, verfällt man schnell in den alten Trott. Personen, die man lieber meiden möchte, laufen einem häufig und unausweichlich über den Weg. Alles ist beschaulicher und folgerichtig übersichtlicher. Mein erster Spaziergang dienstags gegen 17 Uhr offenbarte den Unterschied: Um diese Zeit war in der Innenstadt viel weniger los, als sonntags spät abend auf der Schönhauser Allee oder Stargarder Straße. Die Ausgehmöglichkeiten sind reduzierter, was eine Selbstverständlichkeit ist. Analog der erwähnten Einwohnerzahlen muss alles 10mal geringer oder häufiger vertreten sein - je nach Betrachtungsweise. Und mein heimatlicher Fußballverein bereitet momentan auch alles andere als ekstasische Freude. Aber hier finde ich Vorgärten und gestutzte Hecken vor, mehr innerstädtisches Grün anstatt tristess Grau. Nicht vermisse ich die stetige Parkplatzsuche bzw. das "um-den-Block-fahren" in der Hoffnung irgendwo eine Parklücke jenseits der unzähligen Hofeinfahrten zu finden.
Nein, ich bin nicht vom Berlinvirus befallen, weiß aber, dass ich in naher Zukunft zurückkehren werde. Wenn nicht Berlin, dann vielleicht Hamburg oder sonstwo. Schauen, was die Zukunft bringt. Nun gehe ich erstmal durch die Grünanlagen und der morgendlichen Frische joggen.
Nein, ich bin nicht vom Berlinvirus befallen, weiß aber, dass ich in naher Zukunft zurückkehren werde. Wenn nicht Berlin, dann vielleicht Hamburg oder sonstwo. Schauen, was die Zukunft bringt. Nun gehe ich erstmal durch die Grünanlagen und der morgendlichen Frische joggen.
bateman - Mittwoch, 28. März 2007, 06:13 - (2342)
