Dienstag, 2. Dezember 2008

Ista's normal?

"Sehr geehrter Nutzer,

morgen in der Zeit von 00.00-23.59 Uhr
kommt unser Heizungsableser zu ihnen.
Seien Sie gefälligst da, sonst wird es für
Sie teuer.
"

Zwar in andere Worte geschmückt, aber inhaltlich doch wie oben ausgedrückt, erhalte ich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit von ista Deutschland GmbH die Hinweiskarte in meinem Briefkasten, dass der "Heizungsableser" seine alljährliche Bescherung bei mir abhält. Dagegen ist ja auch nichts einzuwänden. Was mich aber hierbei immer auf die Palme bringt ist deren Selbstherrlichkeit, diese Karte mit der "Terminvereinbarung" 2-3 Tage vor dem Ablesetermin einem zukommen zulassen. Als Student war das auch noch soweit in Ordung, bis auf die Tatsache, dass ich für so einen Termin extra früh aufstehen musste, aber als Berufstätiger sieht die Sache schon ganz anders aus.

Somit habe ich heute kurzerhand den Spieß umgedreht und ista ein Fax gesandt, in dem ich denen ggf. meinen Honorarfaktor als Freiberufler in Rechnung stelle:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin für den Ablesedienst am 03.12.2008 in
der Zeit von 16.45 - 17.00 Uhr anwesend.

Falls Sie an dem angegeben Termin nicht
anwesend sein können, können Sie gerne
mit mir einen Einzeltermin vereinbaren. Die
hierfür anfallenden Kosten würde ich Ihnen
gesondert in Rechnung stellen.

Freundliche Grüße

Res Bateman
"

Samstag, 29. November 2008

Quatsch mit Sauce

"Dies hier ist ein Restaurant und kein Mc Donalds", raunzte die Kellnerin im Kartoffelhaus den amerikanischen Austauschstudenten an, als er nach einer Flasche Ketchup fragte, um sein Kartoffelgericht darin zu ertränken.

Richtig so, aber wie komme ich jetzt darauf? Mit großem Entsetzen beobachte ich den Niedergang der Essenskultur. In Restaurant geht das noch einigermaßen, grausam wird es in der Sommerzeit beim Grillgut. Da werden die Aromen, die sich während des Grillens beim Fleisch entfalten in Ketchup und anderen Saucen ertränkt, das man man vom Fleisch nichts mehr schmeckt, nur die Geschmacksverstärker der Saucen, die normalerweise als Messerspitze den Geschmack abrunden, aber nicht neutralisieren sollen. Wenn ich so etwas mit ansehen muss, sträuben sich bei mir die Nackensteakhaare. Deshalb bin ich auch kein Freund von Currywürsten, sondern esse sie lieber als naturbelassene Brat mit etwas(!) Senf.

Richtig so, aber wie komme ich jetzt darauf? Und im Anschluss werfe ich gleich die nächste Frage auf, sollten Maschinen nicht die Arbeit erleichtern?
Jetzt komme ich auch wieder auf die Currywürste zurück. Kann mir irgend jemand erklären, wozu die Schneidemaschinen für (Curry)würste in den Imbissstuben gut sind? Da verkanten die Würste im Rohr, dass mit der Zange nachgeschoben werden muss und der Restzipfel wird anschließend mühsam herausgekratzt. Was für ein Aufwand, wo es doch schneller geht, den Riemen mit dem Messer old-school zu schneiden. Maschinen, deren Sinn ich nicht verstehe. Bitte um Aufklärung.

Apropos Imbissstuben, meine um die Ecke ist jetzt auch von den "Bielefelder Flaneure" "flaneurgeprüft" und was die machen, ist im Normalfall Bockmist. Muss ich mir jetzt einen neuen Imbiss suchen? Schon wieder eine Frage.

BATE|MAG

Status

Bösartig seit 8052 Tagen
Zuletzt am: 22. Aug, 20:23
Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizensiert

Search

Archiv

 




Online-Journalismus |Bateman's Blog |
ResBLogs™ | ReservoirBlog | ReservoirBlogs | Batey


Google Analytics Alternative Site Meter
copyright © 2004 - 2014 by res bateman
reservoir blogs made with twoday by knallgrau based on antville powered by helma