Netzwerke

"Jeder kennt jeden über 6 Ecken." So lautet der Slogan von XING (ehemals OpenBC). MySpace oder studiVZ sind ebenfalls Plattformen, die Netzwerke herstellen. Ob diese Plattformen nun sinnig oder zweckfreier Kindskram sind, inklusive Pseudofreundschaften, soll an dieser Stelle ausgeklammert werden. Zumindest OpenBC hat mir mal einen lukrativen Beratervertrag beschert.

Wovon leben Netzwerke? Richtig, von Kontakten. Und deshalb verstehe ich nicht, weshalb Leute sich dort registrieren und genau das, was diese Plattformen ausmachen oder ausmachen sollen, ihre Kontakte oder Profile verstecken ("Bestätigte Kontakte (nicht freigegeben)" / "Dieses Profil ist privat. Dieser Benutzer muss dich als Freund hinzufügen, damit du sein Profil lesen kannst.").

Entweder habe ich das System "Networking" nicht richtig verstanden, oder andere kapieren nicht, worum es geht. Vergleichbar, meine Blogroll nicht preiszugeben. Klärt mich auf!
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novesia - 11. Sep, 10:31

Die Pest! Bei Headhuntern verstehe ich´s, aber ansonsten? Wäh. Auch ganz übel: Das Verstecken der Gästelisten bei den Eventeinladungen. Scheint grad ganz groß in Mode zu kommen.

dus - 11. Sep, 10:43

hm, ich denke das "networking" hat tücken.
man macht sich gläsern. man ist auffindbar. nachvollziehbar.
und die grenzen sind fliessend. da sehe ich ein problem.
abt grenzen

bateman - 11. Sep, 19:59

Gläsern macht man sich schon, wenn man ohne Proxy surft. Und bei MySpace werde ohnehin fast nur Nicks genutzt. Aber letztendlich ist es schon richtig, dass man überlegen muss, was gebe ich wie preis. Jedoch Xing 'lebt' von den freigegeben Kontakten.
jazzer - 13. Sep, 09:04

Es gibt eben Nutzer, die xing weniger zum netzwerken als vielmehr als externes und sich selbst pflegendes Adressbuch nutzen. In solchen Fällen kann ich schon verstehen, wenn diese ihre Kontakte auf "unsichtbar" setzen.

Anke Gröner hat zum Thema xing übrigens gestern was Nettes gepostet, wie ich finde.

bateman - 13. Sep, 09:20

Schöner Vergleich von Anke, wobei MySpace-Friends "adden" noch besser passen würde. Als externes Adressbuch gibt es doch Plaxo, wie ich seit einigen Wochen weiss ;)
NBerlin - 13. Sep, 20:23

Doch richtig verstanden, ich sehe das ähnlich wie DUS was den Datenschutz angeht, deswegen habe ich mein Profil nur zugänglich gemacht für Leute die ich mindestens über drei Ecken kenne. Es ist mein Adressbuch und Kontakte über mehr als drei Ecken waren bisher immer nur Müll.

bateman - 13. Sep, 23:31

Deutsche Paranoia

Wir Deutschen sind ein Volk der "Datenparanoiden", jedoch an den falschen Stellen:

Vor "Bonuspunktegeilheit" gehen wir auf Kundenkarten ein, die Profile über das Einkaufsverhalten abspeichern und somit gezielte Werbung erhalten. Egal, Hauptsache bei einem Einkaufswert ab 10.000 EURO ein Packung Taschentücher gratis.

Als Neider ist unser Einkommen in Deutschland (und nur hier!) ein Tabuthema - nur in diesem Land. Auch bei Beamte, geben aber ihre Dienstbezeichnung sofort raus. Einen Blick auf eine kleine Falttabelle und wir können ihre Besoldungsgruppe und damit ihre Bezüge sehen. Albernes Getue.

Registrieren uns für jeden Mist im Internet. Dort hatte ich schon selber gute Beispiele. Gerade heute wieder in der Presse zu lesen, dass unerlaubte, telefonische Werbeanrufen verboten sind. Ach, diese Schlaumeier, die einen dann am Telefon über die Unrechtmäßigkeit belehren wollen. Beispiel: Wor einiger Zeit habe ich auch über einen kommerziellen Adressanbieter zwecks Akquise Daten gekauft. Rufe dann die Person an und muss mir ein Geschimpfe anhören, was mir denn einfällt und er niemals seine Zustimmung dafür gegeben hätte und wolle seinen Anwalt einschalten. Gesagt, getan und er musste nachhe klein beigeben. Hatte im Internet bei einem Quiz mitgemacht und natürlich nicht alles durchgelesen und somit Kontaktaufnahme zu Werbezwecken erlaubt. War rechtens.

Briefkastenaufkleber [...], hiermit entmündige ich mich selber.

Mehr und ausführlicher hierzu, wenn ich etwas mehr Zeit habe.
NBerlin - 14. Sep, 10:00

Also ich habe weder eine Kundenkarte noch nehme ich an irgend einen Bonuspunkteprogramm teil- wenn schon denn schon. Die einzigen Rabbatprogramme an denen ich teilnehme sind welche aus Papier, so altmodische wo man Punkte sammeln und aufkleben kann, ohne Angaben von Personendaten. ;-)
Bei den Gewinnspielen kann ich manchmal nicht widerstehen, aber ich mache mir einen Spaß daraus zu sehen, wer meine Daten wenn verkauft, das lässt sich ganz einfach machen in dem man seinen Namen mal so mal so schreibt. Achja und zu der Telefonwerbung, wenn die Angabe einer Telefonnr. Pflicht ist gibt es ja Frank! ;-)
r0ssi - 14. Sep, 10:32

absoluter kappes, wie man im rheinland so schön sagt. ich nutze xing beruflichziemlich häufig und hab auch meinen aktuellen job selber dort über kontakte generiert. wer dort kontakte versteckt hat 1. nichts begriffen und ist 2. weitaus unwichtiger als er versucht sich darzustellen. wer richtig wichtig ist hat nämlich erst gar kein profil dort.

bateman - 14. Sep, 13:59

Primär nutze ich Xing, um Kontakt mit ehemaligen Kommilitonen aufrechtzuhalten oder wieder zu aktivieren, die ich aus den Augen verloren habe. Dafür ist Xing und die Kontakt-Kontakte meines Erachtens unschlagbar.
Ralph (Gast) - 6. Okt, 02:53

Weil Networking Hip ist ...

Aber nicht jeder, der sich Networker nennt.
Im Ernst, es mag einige Gründe geben, sich um Datenschutz zu sorgen, aber wer auf einer Networking-Plattform sein Netz versteckt, der hat einfach Angst.
Ich kenne einige sogenannte Networker, die geradezu paranoiahaft versuchen, andere am Netzwerken zu hindern, weil sie befürchten, ins Hintertreffen zu gelangen.
Klingt ein bisschen kryptisch, oder? Besser bekomme ich das jetzt nicht hin.

BATE|MAG

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