Eine alte, ungültige Handynummer
Achtzehnjährige Mädchen geraten manchmal noch ins jugendliche Schwärmen. Wenn man dann selbst das Objekt der Begierde ist, nimmt man diese Schwärmerei gerne in Kauf.
Sie stand gerade kurz vor ihrem Abi und arbeitete in demselben Marktforschungsinstitut, in dem ich auch kurz zuvor anfing. Ich fand sie sofort unglaublich hübsch, dunkle, lange Haare, ebenso dunkle Augen, einen wunderbaren Körper, italienisches Blut in ihren Adern, sowie ein bezauberndes, entwaffnendes Lächeln. Dass sie für mich schwärmte wusste ich direkt von Dritten, aber es war auch unübersehbar, ihr ständiges "Anbucken", Kopf auf meine Schulter legen und "kindlich-naive" Fragen waren eindeutige Indizien. Zu diesem Zeitpunkt war ich sechsundzwanzig und der Altersunterschied von sieben Jahren war zwischen uns recht deutlich spürbar, dass mir ein ehrliches und aufrichtiges Interesse an ihr fehlte.
Nach ihrem Abitur verließ sie Bielefeld und zog nach Köln, um in Bonn ihr Jurastudium zu beginnen. Gelegentlich, aber sehr selten traf ich sie zufällig, wenn sie in Bielefeld war. Ich konnte deutlich spüren, wie sie reifer und erwachsener wurde und mein Interesse an ihr zunehmend wuchs. Eines Abends in der Altstadt gab sie mir ihre Handynummer um uns später zu verabreden. Leider platzte diese kurzfristig, da ihre Mutter überraschend ins Krankenhaus eingeliefert wurde (was auch stimmte und keine Ausrede war). Selten, aber ab und zu liefen wir uns in Bielefeld und auch in der Uni über den Weg, aber es kam nie zu einer zweiten Verabredung. Ich konnte spüren, wie ihre Schwärmerei von damals nachgelassen hatte. Zuletzt lief ich ihr Weihnachten vor zwei Jahren in Bielefeld über den Weg und über ein kurzes "Hallo, wie geht's Dir?", "schön dich zu sehen" und "ist deine Handynummer noch aktuell?" ging die Konversation nicht hinaus. Seither hatte ich nichts mehr von ihr gehört. Was seitdem blieb, sind ein paar Erinnerungen und eine alte, mittlerweile ungültige Handynummer von ihr, die ich aus unerklärlichen Gründen bis heute noch nicht gelöscht habe. In Zeiten von Social-Networking sollte es ein Einfaches sein, sie ausfindig zu machen. Doch weder auf facebook.com, studivz.net oder xing.com war sie registriert.
Ab und zu werden Erinnerungen an sie in mir wach und da ich gestern Nacht schlecht einschlafen konnte, holte ich mir mein Laptop ins Bett und begann zu "suchen". Voila, ihr eingeschränktes Profil mit Foto und dem gleichen Lächeln von damals fand ich auf Facebook, "New York, NY" als Location angegeben. Das weckte meine Neugier und ich begann zu googlen. Aus dem Mädchen von einst ist eine erfolgreiche Juristin mit Doktor-Titel geworden, die in einer renommierten Anwaltskanzlei in der New Yorker Wall Street arbeitet, eine Businessfrau, die meinen Traum lebt.
Obwohl ich jetzt die Möglichkeit hätte, sie zu kontaktieren, schwindet mein Mut und habe ein bisschen 'Angst' mit banalen Belanglosigkeiten wie "habe dein Profil gelesen, wie geht's Dir?" den Kontakt wieder herzustellen.
Meine kleine MM von damals.
Sie stand gerade kurz vor ihrem Abi und arbeitete in demselben Marktforschungsinstitut, in dem ich auch kurz zuvor anfing. Ich fand sie sofort unglaublich hübsch, dunkle, lange Haare, ebenso dunkle Augen, einen wunderbaren Körper, italienisches Blut in ihren Adern, sowie ein bezauberndes, entwaffnendes Lächeln. Dass sie für mich schwärmte wusste ich direkt von Dritten, aber es war auch unübersehbar, ihr ständiges "Anbucken", Kopf auf meine Schulter legen und "kindlich-naive" Fragen waren eindeutige Indizien. Zu diesem Zeitpunkt war ich sechsundzwanzig und der Altersunterschied von sieben Jahren war zwischen uns recht deutlich spürbar, dass mir ein ehrliches und aufrichtiges Interesse an ihr fehlte.
Nach ihrem Abitur verließ sie Bielefeld und zog nach Köln, um in Bonn ihr Jurastudium zu beginnen. Gelegentlich, aber sehr selten traf ich sie zufällig, wenn sie in Bielefeld war. Ich konnte deutlich spüren, wie sie reifer und erwachsener wurde und mein Interesse an ihr zunehmend wuchs. Eines Abends in der Altstadt gab sie mir ihre Handynummer um uns später zu verabreden. Leider platzte diese kurzfristig, da ihre Mutter überraschend ins Krankenhaus eingeliefert wurde (was auch stimmte und keine Ausrede war). Selten, aber ab und zu liefen wir uns in Bielefeld und auch in der Uni über den Weg, aber es kam nie zu einer zweiten Verabredung. Ich konnte spüren, wie ihre Schwärmerei von damals nachgelassen hatte. Zuletzt lief ich ihr Weihnachten vor zwei Jahren in Bielefeld über den Weg und über ein kurzes "Hallo, wie geht's Dir?", "schön dich zu sehen" und "ist deine Handynummer noch aktuell?" ging die Konversation nicht hinaus. Seither hatte ich nichts mehr von ihr gehört. Was seitdem blieb, sind ein paar Erinnerungen und eine alte, mittlerweile ungültige Handynummer von ihr, die ich aus unerklärlichen Gründen bis heute noch nicht gelöscht habe. In Zeiten von Social-Networking sollte es ein Einfaches sein, sie ausfindig zu machen. Doch weder auf facebook.com, studivz.net oder xing.com war sie registriert.
Ab und zu werden Erinnerungen an sie in mir wach und da ich gestern Nacht schlecht einschlafen konnte, holte ich mir mein Laptop ins Bett und begann zu "suchen". Voila, ihr eingeschränktes Profil mit Foto und dem gleichen Lächeln von damals fand ich auf Facebook, "New York, NY" als Location angegeben. Das weckte meine Neugier und ich begann zu googlen. Aus dem Mädchen von einst ist eine erfolgreiche Juristin mit Doktor-Titel geworden, die in einer renommierten Anwaltskanzlei in der New Yorker Wall Street arbeitet, eine Businessfrau, die meinen Traum lebt.
Obwohl ich jetzt die Möglichkeit hätte, sie zu kontaktieren, schwindet mein Mut und habe ein bisschen 'Angst' mit banalen Belanglosigkeiten wie "habe dein Profil gelesen, wie geht's Dir?" den Kontakt wieder herzustellen.
Meine kleine MM von damals.
bateman - Donnerstag, 19. Juni 2008, 11:07 - (1911)

hättest du ihrer schwärmerei erwiedert, wer weiß, was aus ihr geworden wäre?
(mist, das klingt jetzt falsch)