"Sich fügen heißt lügen"
Erich Mühsam (1878- 1934)
bateman - Montag, 9. August 2004, 19:36 - (272)
Wo ich derzeit auch hinschaue, freigesetzte Endophine erzeugen fast überall dieses Kribbelgefühl. Selbstverständlich kann auch ich mich diesen Gefühlen nicht entziehen. Doch bei den meisten herrscht dieses Kribbeln im Bauch. Auch ich habe dieses unsagbare Kribbeln und es lässt mich nicht los. Doch bei mir ist das Kribbeln weiter unten. Nicht dort, wo es nun einige vermuten könnten. Nein, es kribbelt vielmehr in meinem rechten Fuß. Ich spüre den Drang, mich wieder auf dem Rasen austoben zu können. Mit dem "Runden" zu spielen, endlich wieder gegen den Ball zu treten und einen gepflegten Pass zu schlagen. Nun ist es mittlerweile ein Jahr her, dass ich zuletzt auf dem Fußballplatz stand. Dieses permanente Ärgernis mit meiner Bänderdehnung. Doch nun reizt es wieder und würde gerne mal wieder angreifen können. So bin ich nun auf der Suche nach einem neuen Team - ohne jedoch größere Verpflichtungen dabei einzugehen.
bateman - Montag, 9. August 2004, 16:16 - (1120)
Es ist noch früh am Morgen. Die Uhr zeigt kurz nach sieben an. Er öffnet die Tür und tritt auf die Straße. Die angenehme „Kühle“ des Morgen umgibt seinen Körper. Er setzt sich in Bewegung und läuft durch die menschenleere Parkanlage. Sein Puls erhöht sich merklich. Nur das langsame, kontrollierte Atmen und die Schritte auf dem Untergrund sind zu hören. Der Rasen ist bedeckt mit Morgentau. Gelegentlich kommt jemand seinesgleichen vorbei. Er fühlt sich frei und merkt sein Herz in einem gleichmäßigen Rhythmus schlagen.
Die Parkanlagen hinter sich geht es nun in den Wald. Zuerst einen steilen Hang hinauf, dann die gespenstische Kulisse der Natur. Der Boden riecht etwas feucht und die feuchten Blätter glänzen in der Morgensonne. Der erdige Boden schluckt die Geräusche. Einige Spinnweben sind mit einem Film der Feuchtigkeit überzogen. Die Zeit verrinnt, ohne es zu merken. Er fühlt den Schweißfilm auf seiner Haut. Es fühlt sich gut an. Auf dem Rückweg ein kurzer Zwischenstopp beim Bäcker.
Zuhause eine ausgiebige Dusche unter kaltem Wasser. Der Kreislauf wird erneut angeregt. Gemeinsames Frühstück mit seiner Freundin. Die Brötchen sind noch warm und duften zum frisch aufgebrühten Kaffee. Marmelade, Butter, Quark, Orangensaft und Nutella runden das harmonische Beisammensein vollendens ab.
Gibt es einen besseren Start in den neuen Tag?
bateman - Donnerstag, 5. August 2004, 17:53 - (272)