Dienstag, 14. September 2004

Dreisam

Phantasie und Wunsch. Eine bis dato noch nicht erlebte Erfahrung. Öfters angeregt, jedoch leider nicht umgesetzt: Menage a trois. Bisher konnte ich meine Dame noch nicht dafür überzeugen. Nicht, dass sie brüskiert oder überrascht war. Ihre Reaktion auf meinen Vorschlag fiel eher sachlich und besonnen aus. „Ich bin doch keine Lesbe!“. Ich fragte sie, ob sie nicht zumindest in der Vergangenheit schon mal sexuelle Erfahrungen mit einer anderen Frau gemacht hatte. Niemals einen Gedanken daran verschwendet.

Den Wunsch verspüre ich momentan öfters. Verstärkt seit der Zeit, als ich feststellte, dass meine Dame und die brünette Juristin (Einträge bei 20six) sich kennen. Beim gemeinsamen Abend auf der Uni-Party versucht, beide dezent dazu bewegen. Sich einfach sexuell treiben zu lassen. Zu reagieren statt zu agieren. Sich verwöhnen zu lassen. Umgeben von Vulven und Brüsten. Sich zurücklehnen und zuschauen. Zuschauen wenn sie sich befingern. Sich Lippen auf Lippen pressen. Saugend. Schmatzend. Leckend. Wieder aktiv ins Geschehen eingreifend. Stoßend. Hart. Zärtlich. Sie riechen, schmecken, fühlen

Mit wem sind Frauen eher geneigt: Mit der besten Freundin, einer guten Bekannten oder jemand fremdes?

Run, run, run

Es ist noch früh am Morgen. Die Uhr zeigt kurz nach sieben an. Er öffnet die Tür und tritt auf die Straße. Die angenehme „Kühle“ des Morgen umgibt seinen Körper. Er setzt sich in Bewegung und läuft durch die menschenleere Parkanlage. Sein Puls erhöht sich merklich. Nur das langsame, kontrollierte Atmen und die Schritte auf dem Untergrund sind zu hören. Der Rasen ist bedeckt mit Morgentau. Gelegentlich kommt jemand seinesgleichen vorbei. Er fühlt sich frei und merkt sein Herz in einem gleichmäßigen Rhythmus schlagen.

Die Parkanlagen hinter sich geht es nun in den Wald. Zuerst einen steilen Hang hinauf, dann die gespenstisches Kulisse der Natur. Der Boden riecht etwas feucht und die feuchten Blätter glänzen in der Morgensonne. Der erdige Boden schluckt die Geräusche. Einige Spinnweben sind mit einem Film der Feuchtigkeit überzogen. Die Zeit verrinnt, ohne es zu merken. Er fühlt den Schweißfilm auf seiner Haut. Es fühlt sich gut an. Auf dem Rückweg ein kurzer Zwischenstopp beim Bäcker.

Zuhause eine ausgiebige Dusche unter kaltem Wasser. Der Kreislauf wird erneut angeregt. Gemeinsames Frühstück mit seiner Freundin. Die Brötchen sind noch warm und duften zum frisch aufgebrühten Kaffee. Marmelade, Butter, Quark, Orangensaft und Nutella runden das harmonische Beisammensein vollendens ab.

Gibt es einen besseren Start in den neuen Tag?

Sonntag, 12. September 2004

Beautiful Face



Eve Ellis

In memory to ...

the "Man in Black": Johnny Cash, der heute vor einem Jahr verstarb.
Großartige Songs in der älteren Vergangenheit und geile Scheiben unter "American Recordings". Geile Coverversionen und herrlich bösartige Texte:



Bad luck wind been blowin' at my back
I was born to bring trouble to wherever I'm at
Got the number 13 tattooed on my neck
When the ink starts to itch, then the black will turn to red

I was born in the soul of misery
Never had me a name
They just gave me the number when I was young

Got a long line of heartache, I carry it well
The list of lives I've broken reach from here to hell
Bad luck wind been blowin' at my back
I pray you don't look at me, I pray I don't look back

I was born in the soul of misery
Never had me a name
They just gave me the number when I was young

I was born in the soul of misery
Never had me a name
They just gave me the number when I was young

They just gave me the number when I was young

Szenenwechsel

Gestern war einer dieser Tage (oder besser gesagt Abende), an denen man leicht melancholisch werden konnte. Grund für diese Stimmung, die ich normalerweise kaum kenne, war eine Revival-Party. Nicht eine x-beliebige, sondern von einer (Quatsch - der) Disco aus meiner Jugendzeit. Sozusagen die Entjungferung in Bezug auf das Disco- und Nachtleben. Konsequent mit allem, was dazugehört: erste Alkoholexzesse, Mädchenbekanntschaften und die Musik jener Zeit (80er Jahre-Pop). Leider fand das ganze woanders statt, da der alte Laden Ende der 80er Jahre abgerissen wurde. Doch es gab ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichern von damals. Einige die man nur vom sehen kannte, andere, mit denen man intensiv gefeiert hatte.

Somit nehme ich das als Anlaß, die letzten 20 Jahre des Nachtlebens meiner Stadt Revue passieren zu lassen.

Und das Nachtleben und die dazugehörige Szene hat sich sehr verändert. Anfang der Neunziger folgten noch ein paar weitere (belanglose) Discos. Danach, also Mitte der Neunziger folgte die großartige Zeit der Clubs und Partys in alten Lagerhallen und ausrangierten Fabrikgebäuden. Diverse Locations und Parties, in denen es letztendlich nur darum ging, abzufeiern, sich zu betrinken und bekiffen und jemanden abzuschleppen. Jeder ging dieser Intention nach und es herrschte auch eine "lockererer" Atmosphäre als in den traditionellen Diskotheken. Die Zeit der (teilweise flüchtigen) Bekanntschaften und One-Night-Stands. Und es war die Zeit der Clubs mit den "Open-Turnables". Ständig wechselnde DJ's mit ebenso ständig wechselden Mottos. Hier war das "Chatta" einer der Vorreiter in ganz Deutschland. Beides hat leider nicht vorgehalten.

Und jetzt? Schwamm drüber!

BATE|MAG

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Bösartig seit 7952 Tagen
Zuletzt am: 22. Aug, 20:23
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