Damals, mit vierzehn
Nicht, dass ich es nicht gewohnt bin oder mir etwas ausmacht, aber "was schaut sie denn so zu mir rüber" war mein erster Gedanke, als ich letzten Donnerstag das Miles betrat und mich zuerst umsah, um zu schauen, wo mein Kumpel stand, mit dem ich verabredet war. Sie war nicht unattraktiv, jedoch nicht unbedingt der Typ, den ich präferiere: mein Alter, schulterlanges, blondes Haar und eine schwarze Brille, die ihr eine gewisse dominante Strenge verlieh, auf die wir Männer mitunter stehen, ohne dass ich devote Neigungen habe. Sie saß links am Tisch und ich platzierte mich direkt an der Theke. Somit kam ich nicht umher, zwei-, dreimal in ihre Richtung zu schauen, sie jedes Mal meinen Blick erwidernd.
Plötzlich machte es klick und mir war bewusst, aus sie wurde Sie: Sandra, meine erste Freundin oder das, was man als solche bezeichnet, im Alter von 14 Jahren, also in einer Zeit, in der Händchen halten und gemeinsam Eis essen das höchste der Gefühle sind (ja, liebe Kinder, damals in den frühen 80ern liefen wir mit 13 noch mit Flitzebogen und Gummistiefeln durch den Teutoburger Wald anstatt schon Körperflüssigkeiten auszutauschen).
Damals gingen wir gemeinsam zum Konfirmandenunterricht. Im Herbst vor unserer Konfirmation verbrachten wir mit allen angehenden Konfirmanden ein Wochenende zusammen im Haus Ascheloh, als geselliges Beisammensein. Sandra fehlte bei diesem Ausflug. Als ich bei ihrer Freundin nach dem Grund ihres Fernbleibens fragte, erfuhr ich, dass es meinetwegen war. Sie war in mich "verknallt" und ich würde sie nicht beachten, was aber nur der halben Wahrheit entsprach. Zwar hatte ich sie beachtet, aber in dem Alter hatte das tägliche Bolzen auf der Wiese eine höhere Priorität. Aber seit jenem Wochenende beachtete ich sie mehr und auffälliger und nach einer Weile kamen wir dann als "Pärchen" zusammen.
Wir wurden flügge, es begann die Zeit der dienstäglichen Eisdisco der Delius-Eisbahn, die es heute leider nicht mehr gibt und die ersten sexuellen Erfahrungen. Das gegenseitige Interesse ließ nach einem Jahr "Beziehung" nach und die jugendliche Liason war vorbei. Den Winter darauf war sie mit jemand anderem aus der damaligen Zeit der Eisdisco zusammen. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen.
15 Jahre seit wir uns zuletzt gesehen und gesprochen haben. Ihr Leben war zu diesem Zeitpunkt bereits minutiös geplant: Bevorstehende Hochzeit mit meinem 'Nachfolger' und anschließender Babypause (ohne bereits schwanger zu sein).
Bei unserem nächsten Blickkontakt grüßte ich lächelnd herüber und ihre Zweifel waren wohl auch verschwunden. Sie stand auf und kam auf mich zu. In einer Stunde hatten wir dann die letzten 15 Jahre wieder aufbereitet: Nach sechs Jahren Ehe und einem Baby hatte Sandra ihre erste Scheidung bereits hinter sich. Die zweite Ehe, das obligatorische Eigenheim und ein weiteres Kind, jetzt zwei Jahre alt, folgten. Ein vollkommen anderes Leben, als ich es für erstrebenswert halte, aber ich merkte, sie war glücklich und das freute mich sehr. Und vor allen Dingen war sie für siebenunddreißig und zweifacher Mutter noch optisch top in Schuss, wie ich erblicken konnte. Klasse Figur, eine schmale Taille, fester kleiner Hintern. Chapeau, findet man selten. Mutter ist für mich jedoch ein K.O-Kriterium - nicht mehr attraktiv, im Sinne von begehrenswert. Deshalb ließ ich die Frage nach ihrer Telefonnummer oder einem gemeinsamen Kaffee unausgesprochen.
Eine Frage beschäftigte mich aber. Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich damals mit ihr zusammengeblieben wäre. Mit Sicherheit nicht zufriedener.
Plötzlich machte es klick und mir war bewusst, aus sie wurde Sie: Sandra, meine erste Freundin oder das, was man als solche bezeichnet, im Alter von 14 Jahren, also in einer Zeit, in der Händchen halten und gemeinsam Eis essen das höchste der Gefühle sind (ja, liebe Kinder, damals in den frühen 80ern liefen wir mit 13 noch mit Flitzebogen und Gummistiefeln durch den Teutoburger Wald anstatt schon Körperflüssigkeiten auszutauschen).
Damals gingen wir gemeinsam zum Konfirmandenunterricht. Im Herbst vor unserer Konfirmation verbrachten wir mit allen angehenden Konfirmanden ein Wochenende zusammen im Haus Ascheloh, als geselliges Beisammensein. Sandra fehlte bei diesem Ausflug. Als ich bei ihrer Freundin nach dem Grund ihres Fernbleibens fragte, erfuhr ich, dass es meinetwegen war. Sie war in mich "verknallt" und ich würde sie nicht beachten, was aber nur der halben Wahrheit entsprach. Zwar hatte ich sie beachtet, aber in dem Alter hatte das tägliche Bolzen auf der Wiese eine höhere Priorität. Aber seit jenem Wochenende beachtete ich sie mehr und auffälliger und nach einer Weile kamen wir dann als "Pärchen" zusammen.
Wir wurden flügge, es begann die Zeit der dienstäglichen Eisdisco der Delius-Eisbahn, die es heute leider nicht mehr gibt und die ersten sexuellen Erfahrungen. Das gegenseitige Interesse ließ nach einem Jahr "Beziehung" nach und die jugendliche Liason war vorbei. Den Winter darauf war sie mit jemand anderem aus der damaligen Zeit der Eisdisco zusammen. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen.
15 Jahre seit wir uns zuletzt gesehen und gesprochen haben. Ihr Leben war zu diesem Zeitpunkt bereits minutiös geplant: Bevorstehende Hochzeit mit meinem 'Nachfolger' und anschließender Babypause (ohne bereits schwanger zu sein).
Bei unserem nächsten Blickkontakt grüßte ich lächelnd herüber und ihre Zweifel waren wohl auch verschwunden. Sie stand auf und kam auf mich zu. In einer Stunde hatten wir dann die letzten 15 Jahre wieder aufbereitet: Nach sechs Jahren Ehe und einem Baby hatte Sandra ihre erste Scheidung bereits hinter sich. Die zweite Ehe, das obligatorische Eigenheim und ein weiteres Kind, jetzt zwei Jahre alt, folgten. Ein vollkommen anderes Leben, als ich es für erstrebenswert halte, aber ich merkte, sie war glücklich und das freute mich sehr. Und vor allen Dingen war sie für siebenunddreißig und zweifacher Mutter noch optisch top in Schuss, wie ich erblicken konnte. Klasse Figur, eine schmale Taille, fester kleiner Hintern. Chapeau, findet man selten. Mutter ist für mich jedoch ein K.O-Kriterium - nicht mehr attraktiv, im Sinne von begehrenswert. Deshalb ließ ich die Frage nach ihrer Telefonnummer oder einem gemeinsamen Kaffee unausgesprochen.
Eine Frage beschäftigte mich aber. Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich damals mit ihr zusammengeblieben wäre. Mit Sicherheit nicht zufriedener.
bateman - Donnerstag, 12. Juli 2007, 23:57 - (974)
