Montag, 5. Dezember 2005

Servantilismus

Ich habe soeben an einem freien Tisch Platz genommen und einen ersten Blick in die Getränkekarte geworfen. "Was darf's sein?" entnehme ich einer weiblichen Stimme und schaue auf. Entgegen meinem ursprünglichen Wunsch nach einem leckeren Becks, schön kühl in der beschlagenen grünen Flasche, schießt es mir gedanklich durch den Kopf: "Dich heute Abend auf meinem Sofa". Dennoch gelingt es mir, Gedachtes und Gesprochenes zu trennen und mich auf das Getränk zu besinnen.

Warum verlieben wir Männer uns bloß immer in die Bedienungen? Vielleicht, weil sie einen so freundlich behandeln und dennoch unnahbar erscheinen? Autorität, gepaart mit Selbstbewusstsein?
Da wird schon mal in der Runde beim Trinkgeld überboten.
Servantilismus, die Vorliebe für Bedienungen. Wir Männer, mit unserem Y-Chromosom, sind häufig doch recht einfach gestrickt.

Dienstag, 29. November 2005

Aus der Übung

Das erste Mal traf ich sie 1990 im Urlaub, auf Sarti, in Griechenland. Sie war zuvor auf meiner Schule, jedoch ein paar Jahrgänge unter meiner Jahrgangsstufe. So erfuhr ich von ihr, dass sie damals für mich schwärmte, aber niemals traute, mich daraufhin anzusprechen. Sie war mit ihrem damaligen Freund auf Sarti.

Vor gut fünf oder sechs Jahren traf ich sie im Sounds. Wir unterhielten uns nett und tranken etwas zusammen und sie war mit ihrem damaligen Freund dort.

Samstag war ich mit einigen Freunden unterwegs und gingen zu späterer Stunde ins Movie. Der Abend begann schon am Nachmittag (Fussball anschauen) und so war es auch nicht verwunderlich, dass wir "ein wenig beschwipps waren" (vornehm ausgedrückt). Irgendwann stand sie nach Jahren plötzlich neben mir und sprach mich an, ob ich sie noch kennen würde. Selbstverständlich, doch hatte ich dummmerweise seit der letzten Begegnung ihren Namen wieder vergessen. Bis auf die vage Erinnerung, dass ihr Vorname mit "M" begann. Oder war es doch "S" ? Erneut unterhielten wir uns wieder nett und angeregt, ich mit dem Ziel, etwas "warmes mit nach Hause zunehmen". Trotz meines Charmes vergeblich.

Zudem stellte ich später fest, nicht einmal mehr das kleine 1x1 zu beherrschen und nach ihrer Telefonnummer zu fragen. Dennoch fing ich sie am Ausgang ab, mit der Frage, ob wir uns kommenden Samstag wiedersehen können. Ich vernahm ein amüsiert-lachendes "mal sehen". Hinter ihr stand ihr Freund. Nun bin ich auf Samstag gespannt.

Sünde

Ihre Lippen, so sinnlich und voll.
Ihre Augen, so dunkel und tief zum Versinken.
Ihr Hintern, eine Sünde.
Ihr Gang, wie sie geht, sich bewegt, die reine Provokation.

BATE|MAG

Status

Bösartig seit 7946 Tagen
Zuletzt am: 22. Aug, 20:23
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