Sonntag, 3. September 2006

I hate myself

Soundtrack der Depressionen

Der kalendarische Herbst hat Einzug gehalten. Die Tage werden merklich kürzer und die grauen Regenwolken am Himmel haben die Vorherrschaft übernommen: Um uns herrscht graue Tristesse, Melancholie umhüllt unseren Körper und die Seele. Schwermütig ertrinken wir in zerfließenden Selbstmitleid, während im Hintergrund die Musik läuft.

Tom Reynolds hat in seinem Buch "I Hate Myself And Want To Die. Die 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten" (Schwarzkopf & Schwarzkopf) eine Sammlung der deprimierendsten Song veröffentlich und liefert auch gleich die Erklärung mit, warum diese Songs in ihrer Bedeutung so deprimierend wirken. Und die Gründe hierfür sind häufig so banal, wie der Grund der Depression für sich. Und augenzwinkernd zu sehen.

Es verhält sich ähnlich wie beim Blues: "Der Blues ist nicht dazu da, dass es einem selber besser geht, sondern den anderen ebenfalls schlecht geht." Eine schöne Auflistung von Liedern, die einen unweigerlich runterziehen, wenn gleich nicht alle Songs meine Zustimmung erhalten und meine Broken Hearted Songs nicht dort vertreten sind.

Im Ohr: Richard Ashcroft - You On My Mind In My Sleep

Du Wurst!

In den letzten Wochen war ich beruflich in einer Menge Städte unterwegs. Hier einen Termin in Köln, dort einen Termin in Düsseldorf, ein Kundengespräch ein München, ein Meeting in Hamburg oder ein Geschäftstreffen in Frankfurt. Und immer wenig Zeit für ein richtiges Essen. Also bleibt nur die schnelle Lösung. Bei McDonalds ist das beschichte Papier nahrhafter als der Inhalt, die Sandwiches von Subway sind eine einzige Katastrophe, italienische Pizzen und Pasta sind seit der Weltmeisterschaft für mich passé und vom Döner-Mann mag ich seit den letzten Tagen auch nichts mehr essen. Was liegt also näher, als in einen Grill-Imbiss einzukehren oder eine leckere Bratwurst mit Pommes zu bestellen. Die Bestellung kaum ausgesprochen, höre ich es auch schon zischen, die Bratwurst in Fett geschwenkt und gebraten. Eine Unart, wie in anderen Regionen Bratwürste zubereitet werden: In der Mikrowelle erhitzt, mit einem Bunsenbrenner angebraten, in die Friteuse geschmissen oder unter den haarigen Achseln erwärmt.

Mit den Kollegen in Berlin unterwegs das gleiche Spielchen: Der Ost-Berliner Kollege schwärmte mir von der besten Currywurst der Stadt vor, die es angeblich bei Konnopke geben soll. Neugierig und hungrig nahm ich seine Einladung dankend an. Doch was ich erhielt, war eine wabbeliges, weißes Stück Fleisch ohne Darm, das genauso schlaff rumhing wie das "beste Stück" von Conny "The Lover - 'Semisteifer' " Dachs. Was für ein ekelhafter Prengel (sowohl als auch). Darüber konnte mein westberliner Kollege nur lachen und lud mich auf eine richtige Currywurst mit Darm und nach westdeutscher Art an. Weil es die beste Currywurst an einem Imbiss in Kreuzberg geben soll, der jedoch in den Ferien geschlossen hat, gab es nur die zweitbeste Wurst der Stadt. O.K, sie war in Ordnung, aber ich möchte nicht wissen, wie die dritt- oder viertbeste Wurst dann erst schmecken muss.

Freitags in Bielefeld angekommen habe ich mir dann eine richtige Bratwurst bestellt: eine westfälische Rostbratwurst vom Holzkohlegrill, am Jahnplatzstand. Kinders, ist die lecker!

Mittwoch, 23. August 2006

Auch Superhelden ...

superman

... landen häufig unsanft.

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